Im Stiftung Warentest Raclette Test werden eine Reihe von neu entwickelten Raclette Grills in puncto Leistungsfähigkeit, Materialverarbeitung, Ausstattung und Langlebigkeit genau unter die Lupe genommen.

Raclette und Fleischfondue KombiRaclette Grills sind, wie es der Name schon verrät, nicht nur zum Schmelzen von Käse, sondern auch zum Grillen von diversen unterschiedlichen Lebensmitteln, wie Fleisch, Fisch oder Gemüse, geeignet.

Erste Hinweise auf Raclette Käse wurden erstmals im 4. Jahrhundert vor Christus im Schweizer Kanton „Wallis“ vermerkt. Mittelalterliche Handschriften aus dem Jahre 1291 aus den Kantonen Nidwalden und Obwalden berichten von einem „Bratchäs“ also geschmolzenen, bzw. gegrillten Käse, der als besonders beliebte Speise der Hirten galt.

Zum kompletten Raclette Grill Test von Stiftung Warentest

Der Name „Raclette“ kommt vom Walliser-Dialektwort „racler“, was übersetzt „schaben“ bedeutet. Mit diesem Wort ist gemeint, dass der Käse bzw. die obere Schicht des Käselaibs an einer Feuerglut zum Schmelzen gebracht wird und mit einem Messer auf einem Brotstück oder auf gegarten Kartoffeln abgeschabt wird. Seit dem Jahre 1909 ist Raclette als nationales Walliser Gericht bekannt und erfreut sich seitdem weltweit einer großen Beliebtheit.

Heutzutage wird der Käse natürlich nicht mehr nur am Feuer geschmolzen und an der offenen Flamme vom großen Laib geschabt, sondern in kleinen Portionspfannen überbacken. Raclette Grills bieten hier den Vorteil, dass die Beilagen gleich mit zubereitet werden können, nämlich auf einer separaten Naturstein- oder Metallplatte, die auch zum Warmhalten von Brot oder Pellkartoffeln dient.

Im Stiftung Warentest Raclette Test schneiden viele Raclette Grills leider unterschiedlich in puncto Leistungsfähigkeit ab. Sehr ärgerlich ist, dass die Pfännchen der Grills unterschiedlich heiß werden. Dadurch schmilzt der Käse mal schneller und mal langsamer. Bei Geräten der Firma „Unold“ und „Efbe“ mussten im Test sogar Temperaturdifferenzen von mehr als 80 Grad Celsius beim Vorheizen festgestellt werden.

Raclettegrill auf gedecktem TischBesonders miserabel hat der Raclette Grill von der Firma „Quelle“ abgeschnitten. Der Grill wird nicht heiß genug, um die Pfännchen so zu erhitzen, dass der Käse knusprig braun geschmolzen werden kann – weder in den Pfännchen noch auf der Grillfläche.

Im Stiftung Warentest Raclette Test wurden natürlich auch die Grillplatten genau unter die Lupe genommen. Viele Modelle sind mit einer antihaftbeschichteten Grillplatte aus Metall gefertigt, die nach nur circa 15 Minuten aufgeheizt ist. Ein sich sehr schnell aufheizender Raclette Grill ist das Modell der Firma „Stöckli“.

Wesentlich länger zum Aufheizen benötigen Raclette Grills, die über Steinplatten verfügen. Modelle mit Natursteinplatten brauchen bis zu 60 Minuten zum Aufheizen, bzw. über eine Stunde bis sie heiß genug sind, um die Fleischporen beim Grillen sofort zu schließen. Wenn es also mal „schnell“ gehen muss, macht ein Modell mit Metallgrillplatte, auf jeden Fall mehr Sinn.

Doch auch Steinplatten haben Vorteile, zum Beispiel verteilen sie die Hitze ausgezeichnet und garantieren eine hervorragende Bräunung. Eine sehr gut zu bewertende Marke ist hier „Trisa“. Als besonders praktisch herausgestellt haben sich Raclette Grills der Marken Princess, Steba und Clatronic, die über geteilte Grillflächen (Metall und Stein) verfügen und sehr gute Ergebnisse im Stiftung Warentest Raclette Test erzielen konnten.